Bild für Die tiefste Mine der Welt (CC BY-SA 4.0)

Die tiefste Mine der Welt (CC BY-SA 4.0)

Die Schächte der Goldmine in Südafrika führen bis zum Grund eines ehemaligen Flusssystems, das vor rund drei Milliarden Jahren noch an der Erdoberfläche lag. 3891 Meter geht es in die Tiefe.

3 Min. | 24.08.2026

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ZDF/Terra X/K22/C. Eppelmann/E. Frank/S. Engel/Kawom/M. Heß

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Die tiefste Mine der Welt liegt in Südafrika. Mponeng - südwestlich von Johannisburg. 3891 Meter geht es in die Tiefe. Seit 1986 wird hier Gold abgebaut. Jeden Tag fahren bis zu 4000 Bergleute mit Hochgeschwindigkeitsaufzügen in den Untergrund. In keiner anderen Mine der Welt führte die Suche nach Gold so tief. Die Schächte führen bis zum Grund eines ehemaligen Flusssystems, das vor rund drei Milliarden Jahren an der Erdoberfläche lag. Erosion und Verwitterung hatten Gold aus Quarziten und Pyriten gelöst. Im Flussbett lagerte es sich besonders in Bereichen mit niedriger Strömungsgeschwindigkeit ab. Heute wird im Witwatersrand-Becken weltweit das meiste Gold gefördert – bis zu neun Tonnen im Jahr. Die goldführende Schicht ist meist nur etwa 80 Zentimeter dick und enthält im Schnitt rund neun Gramm Gold pro Tonne Gestein. Die Bergarbeiter bauen es unter schwierigen Bedingungen ab. Die Luftfeuchtigkeit übersteigt 95 Prozent, und es herrschen Gesteinstemperaturen von bis zu 60 Grad. Sie werden mit einem extrem hohen technischem Aufwand auf unter 30 Grad heruntergekühlt. Das Golderz wird mit modernen Maschinen abgebaut: Vor der Förderung werden Sprenglöcher gebohrt, um das harte Gestein effizient zu lösen. Das abgebaute Golderz wird Übertage weiterverarbeitet. Nach dem Abbau wird das Erz mit Hilfe von Cyanidlaugung behandelt – das Verfahren ist technisch effizient, erzeugt aber giftige Rückstände. Diese müssen durch gezielte Umweltmaßnahmen kontrolliert werden. Cyanidverbindungen und Schwermetalle wie Arsen, Blei oder Cadmium verbleiben in den Abraumhalden, wo sie Umwelt und Grundwasser potenziell langfristig gefährden können. Trotz wachsender Regulierungen und laufender Forschung bleibt dies eine große Herausforderung für nachhaltigen Bergbau. Die Wasserqualität im Umfeld der Mine hat sich deswegen in den letzten Jahrzehnten deutlich verschlechtert. Wie Gold abgebaut wird, entscheidet weltweit darüber, wie viel Wasser, Natur und Lebensraum für kommende Generationen erhalten bleibt.

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