Harald Lesch nimmt uns mit auf eine Reise um den Globus – dorthin, wo die Folgen der Krisen bereits spürbar sind. Wie wehren sich Regionen gegen drohende Katastrophen, und was sagt die Wissenschaft darüber, was wir jetzt gemeinsam tun müssen?
Der Klimawandel schreitet Jahr für Jahr immer weiter voran. Bereits jetzt hat sich die Temperatur im Vergleich zur vorindustriellen Zeit um rund 1,5 Grad erhöht.
Die Auswirkungen der globalen Erwärmung sind schmelzende Gletscher, der Anstieg des Meeresspiegels oder die langsame Verschiebung von Klimazonen. Ein anderes Extrem der Erderwärmung: Hitzewellen, Stürme oder Überschwemmungen.
In Bangladesch, einem der bevölkerungsreichsten Länder der Welt, sind Überflutungen und der steigende Meeresspiegel längst Teil des Alltags. Millionen Menschen sind innerhalb ihres eigenen Landes auf der Flucht - Klimaflüchtlinge ohne Alternative. Besonders bedroht sind marginalisierte Gruppen wie die „Manta People“, nomadische Fischer ohne Rechte und ohne sichere Zuflucht.
Ähnliche Probleme, aber andere finanzielle Möglichkeiten: Die Niederländer leben seit jeher mit dem Wasser. Das Meer ist Teil ihrer Identität und ihr größter Gegner zugleich. Knapp ein Drittel des Landes liegt unter dem Meeresspiegel, fast zwei Drittel sind überflutungsgefährdet. Der Klimawandel verstärkt das Problem. Unsere Nachbarn setzen auf Wasserschutzprogramme. Über 18.000 Kilometer Deiche und Anlagen sichern das Land. Um sicherzugehen, dass die Deiche dem Druck der Meere standhalten, werden sie einem Stresstest ausgesetzt. In einer speziellen Testanlage können die höchsten künstlichen Wellen der Welt erzeugt werden.