Bild für Phosphor in Europa (CC BY-SA 4.0)

Phosphor in Europa (CC BY-SA 4.0)

In Europa wurde in der Fjordlandschaft Norwegens ein bedeutendes neues Phosphatvorkommen entdeckt. Der Fund könnte ethische und geopolitische Konflikte um den kritischen Rohstoff in Europa lösen.

2 Min. | 01.06.2026

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ZDF/Terra X/K22/C. Eppelmann/E. Frank/S. Engel/Kawom/M. Heß

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In Europa wurde ein bedeutendes neues Phosphatvorkommen entdeckt: Und zwar in der Fjordlandschaft Norwegens. Dieser Fund könnte die ethischen und geopolitischen Konflikte um den kritischen Rohstoff in Europa lösen: Denn Phosphat ist ein unverzichtbarer, fossiler Rohstoff. Sowohl die Sicherung der Ernährung der Weltbevölkerung als auch die grüne Transformation hängen von seiner Verfügbarkeit ab. Hier in Rogaland, im Südwesten Norwegens, sollen um die 70 Milliarden Tonnen Phosphat lagern. Das ist in etwa so viel, wie die bisher weltweit bekannten Reserven, eine gewaltige Menge, die hier abgebaut werden könnte. Vor 1,5 Milliarden Jahren kühlte Magma in einiger Tiefe langsam ab. Dabei wurden verschiedene Elemente in unterschiedlichen Zonen der Kammer angereichert, auch Phosphor – welches in der Natur hauptsächlich in Form von Phosphat vorkommt. Über Millionen von Jahren verwitterten die Berge darüber und wurden von Gletschern abgetragen, bis das Phosphatgestein freigelegt wurde. Aktuell sind China und Marokko die beiden größten Produzenten. Aber auch in der Wüste Jordaniens befinden sich rund eintausend Millionen Tonnen. Jährlich werden hier in der Eshidiya Mine mehr als sieben Millionen Tonnen Phosphat gewonnen. Rund 90 Prozent davon werden als Dünger in der Landwirtschaft verwendet. Allerdings sind die weltweiten Reserven an phosphorhaltigen Mineralien auf einige wenige Länder konzentriert. Deshalb gilt es effizienter mit dem fossilen Rohstoff umzugehen, auf Recycling zu setzen und nachhaltigere Quellen zu erschließen.

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