Bild für Istanbuls Geografie (CC BY-SA 4.0)

Istanbuls Geografie (CC BY-SA 4.0)

Vor Istanbul haben sich die eurasische und die anatolische Kontinentalplatte vermutlich verhakt. Entlädt sich die Spannung, könnte das in der Mega-Metropole ein verheerendes Erdbeben auslösen.

2 Min. | 19.10.2026

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ZDF/Terra X/Bilderfest/M. Richter-Jähnig/H. Neuhäuser/K. Weiss/M. Heß

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Das heutige Istanbul wurde von den Griechen auf einer Landzunge gegründet. Damals hieß die Stadt Byzantion. Gleich an drei Stellen ist sie von Wasser umgeben: im Süden vom Marmarameer, im Osten vom Bosporus, im Norden vom goldenen Horn. Wer mit dem Schiff vom Mittelmeer das schwarze Meer erreichen will, der muss zwangsläufig hier vorbei. Damals wie heute. Die Stadt war deshalb wie dafür geschaffen, diese Passagen auch zu kontrollieren. Das führte zu Reichtum und Handel in alle Himmelsrichtungen. Doch die Lage hat auch einen großen Nachteil: In den Tiefen des Marmarameers, direkt vor Istanbul, verläuft die Nordanatolische Verwerfungslinie. Hier treffen die eurasische und die anatolische Kontinentalplatte aufeinander. An vielen Stellen schieben sie sich aneinander vorbei. Doch hier unterhalb der Millionenstadt Istanbul, so vermutet die Wissenschaft, haben sie sich verhakt. Dabei staut sich immer mehr Energie auf. Entlädt sich diese Spannung, könnte das ein gewaltiges Erdbeben auslösen, das Istanbul in Schutt und Asche legt. Sprecherin: Kerstin Atzbach

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