Dass sie überlebt haben, ist ein Wunder. Als Extremfrühchen - mehr als drei Monate zu früh - kamen Lukas und Laura auf die Welt. Der schwierige Start ins Leben hat für sie bis heute Folgen.
Lukas (28) Bewegungen sind rechtsseitig leicht beeinträchtigt und er hat eine Netzhauterkrankung. Als Kind ist er schüchtern, hat auch Schwierigkeiten Freunde zu finden. Von Lehrern lässt er sich nicht entmutigen, studiert Kunstwissenschaften, will promovieren und trainiert, um seinen Körper zu stabilisieren und besser beweglich zu sein.
Laura (30) ist schnell erschöpft und immer wieder wochenlang krank, kann ihren Beruf als Erzieherin häufig nicht ausüben. Gerade wurde bei ihr ADHS diagnostiziert - nicht ungewöhnlich im Zusammenhang mit einer extremen Frühgeburt. Sie schämt sich für ihre eingeschränkte Belastbarkeit, will fitter werden um mit ihrem Freund wieder wandern zu können.
"37°Leben" zeigt zu früh Geborene in ihrem Alltag als Erwachsene. Studien bestätigen inzwischen: die Folgen einer Frühgeburt wurden bislang unterschätzt.